Jubiläumslehrgang “20 gute Jahre” nun Geschichte

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Am Wochenende vom 20. auf den 21. Oktober beging unser Verein sein 20-jähriges Jubiläum und hatte dazu Freunde, Ehemalige und Karatekas aus der Karate School Oulu in Finnland, der Partnerstadt von Halle, zum Lehrgang mit Risto Kiiskilä eingeladen. Der Einladung konnten die tschechischen Sportler leider nicht folgen, da sie selber eine Veranstaltung hatten. Schon zum Freitagstraining kamen wir Hallenser in den Genuss, eine Einheit bei Sensei Risto zu absolvieren, bei der der Kizami-Zuki in all seinen Varianten im Mittelpunkt stand und die Vorfreude auf die kommenden zwei Trainingstage weckte.

Am Samstagmorgen wurde dann der Wochenendlehrgang mit ca. 70 Teilnehmern vom stellvertretenden Oberbürgermeister Egbert Geyer eröffnet, der besonders unsere 15 finnischen Gäste willkommen hieß und ein Begrüßungsgeschenk der Stadt Halle für Sensei Risto mitgebracht hatte. Dann übernahm Risto das Kommando und das erste Training für die Weiß- bis Grüngurte konnte beginnen; „Mäusefüßchen“ zur Erwärmung, Grundtechniken und Katas brachten die Kleinen und Großen ins Schwitzten. Dem standen die Blau- bis Schwarzgurte dann in Nichts nach, die von Risto in den Feinheiten des Kumite unterrichtet wurden und mit der Kata Kanku Sho ihre erste oder auch schon nähere Bekanntschaft machten. In den jeweils folgenden zweiten Trainingseinheiten wurde das Neuerlernte vertieft und der erste Trainingstag mit einer ordentlichen Runde Randori beendet.

Das galt allerdings nur für das Training, denn für den Abend war noch Geselligkeit anberaumt mit Grill und Bier im „Country Camp“ in Nietleben. Für unsere Gäste aus Oulu hatte Norman jedoch noch einen Zwischentermin aufs Programm gesetzt, dem sich auch einige Berliner gern anschlossen: und zwar eine Stadtführung und Aufstieg auf die Hausmanntürme, die sicher allen Beteiligten als schönes Erlebnis im Gedächtnis bleibt. Im „Country Camp“ wurde derweil schon mal in Erinnerungen geschwelgt, als die „Veteranen“ noch in der WSG Halle Ost/Sektion Judo im Jahr 1975 die ersten Karatetechniken erlernten und sich vieles zumeist selbst beibringen mussten. Auf die Wand projizierte Fotografien aus alter, aber auch aus jüngerer Zeit sorgten hierfür als „Beweismaterial“ und für das eine oder andere „Weißt du noch?“. Jens fasste das Ganze dann in seiner kleinen Rede für alle noch einmal gut zusammen. Als der fröhliche Abend schließlich ausklang, wussten viele, dass sie nur noch eine kurze Nacht vor sich hatten.

Am Sonntag ging es dann für alle, vom kleinsten Weißgurt bis zum ältesten Schwarzgurt, um 10 Uhr noch einmal in einen gemeinsamen zweistündigen gefühlten Karate-Halbmarathon. Besonders wertvoll hierbei Ristos Tipp, sich im Karate immer wieder einmal auch an seine Kindheit zu erinnern: Aus einem Sprung übers Bächlein im Walde wird so die optimale Vorbereitung für einen eingesprungenen Gyaku-Zuki. Und wer sich im Kumite wie ein „Kätzchen am Pfützchen“ verhält, hat beste Karten, diesen Zuki dann auch schnell und überraschend anzubringen.

Abgeschlossen wurde der Jubiläumslehrgang mit den Gürtelprüfungen der Karatekas unseres Vereins. Wir gratulieren folgenden Prüflingen zu ihrem Erfolg:

Nele, Marie, Clemens, Stefan und Nils: 7. Kyu

Hanns Hugo: 4. Kyu

Jens und Thomas: 3. Kyu

Eine Gratulation haben sich auch all unsere fleißigen freiwilligen Helferinnen – Anja und Anja, Anne und Ulrike – und Organisatoren – Jens und Jens, Norman, Sebastian und Andreas – für den reibungslosen Ablauf und ein klasse Catering verdient. Dafür unseren herzlichen Dank! Ohne sie (und ihren Kaffee) wäre dieses gelungene Wochenende nicht möglich gewesen. Danken möchten wir auch der Stadt Halle, die uns die Trainings- und Übernachtungshalle für die von weither angereisten Karatekas zur Verfügung stellte und mithalf, die Teilnahme unserer finnischen Sportfreunde zu ermöglichen. Vielen Dank an alle, die im Vorfeld in ihren persönlichen Archiven gesucht haben und ihre Bilder zur Verfügung stellten. Ein Dank auch an Thomas, für die vorliegenden Zeilen, die ich nur ein wenig ergänzt habe. Und ein Dank geht natürlich auch an alle Sportler aus Nah und Fern, die zum Gelingen des Lehrgangs beigetragen haben und teilweise erhebliche Wege auf sich nahmen. Ein letzter und dafür umso größerer Dank gebührt natürlich unserem Sensei Risto, dafür dass er sich stets um uns bemüht und es versteht, jeden Einzelnen seinen persönlichen Zielen immer wieder ein Stück näher zu bringen.

Danke Risto, dass du dich um uns kümmerst!

Fazit von Aktiven und Ehemaligen: gerne wieder und wenn möglich, nicht erst nach 20 guten Jahren!

Oss!

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